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TdV Aktuell 21.11.2017 - 00:55
 
12.11.2007 "Elisabeth" löst Roman Polanskis "Tanz der Vampire" ab

Der letzte Biss der Berliner Vampire ist terminiert: Am 30. März ist Roman Polanskis "Tanz der Vampire" zum letzten Mal im Berliner Theater des Westens zu erleben.

Die Vampire verabschieden sich von Berlin nach einer überaus erfolgreichen Spielzeit. Das Ensemble, u. a. mit Alexander Klaws und Thomas Borchert in den Hauptrollen, verwandelte in der Hauptstadt bereits 500.000 Besucher in neue Vampirfans. Die einjährige Spielzeit wurde vor kurzem um weitere drei Monate bis zur Derniere am 30. März verlängert.

Mit "Tanz der Vampire" führte Oscarpreisträger Roman Polanski zum ersten Mal an einem Berliner Theater Regie. Die Arbeit am Theater des Westens begeisterte den 74-Jährigen: "Es war sehr aufregend, in Berlin frisches Blut für die Vampire zu finden. Das Theater des Westens war und ist ein magischer Spielort. Die Arbeit an diesem Theater war eine wunderschöne Zeit für mich. Danke Berlin!"

Polanski legte bei der Bühnenadaption größten Wert auf die Nähe zum grundlegenden Charakter seines Films; die Musik dazu komponierte Jim Steinman, Buch und Liedtexte schrieb Michael Kunze. Der Vorverkauf für die letzten Vorstellungen "Tanz der Vampire" läuft, die Show ist täglich - außer montags - im "TdW" an der Kantstraße zu erleben.

Nach Roman Polanski wird Opern- und Theaterregisseur Harry Kupfer am Theater des Westens Regie führen: Ab April 2008 wird hier das Erfolgsmusical "Elisabeth" von Michael Kunze und Sylvester Levay präsentiert.

"Elisabeth" ist das erfolgreichste original-deutschsprachige Musical überhaupt. Über sieben Millionen Zuschauer in zehn Ländern sahen das Stück über das Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth, die vor allem als "Sisi" bekannt war.

"Elisabeth" erzählt die Geschichte einer selbstbewussten Frau, die sich gegen alle Widerstände durchsetzt. Ihr historisch getreu dargestelltes Leben wird als Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Tod geschildert. Ihr Leben am Wiener Hof, das wie ein Märchen begann, entwickelte sich schnell zu einem Drama voller Entbehrungen und Machtkämpfe. Als moderne und starke Frau kämpfte sie gegen die persönlichen und höfischen Zwänge an - und scheiterte doch auf tragische Weise.

In Berlin wird "Elisabeth" in einer neuen Inszenierung von Harry Kupfer zu sehen sein. Harry Kupfer führte bereits bei der Uraufführung 1992 in Wien Regie. Der ehemalige Chefregisseur der Komischen Oper wird zum ersten Mal am Theater des Westens arbeiten, mit dem er ganz besondere Erinnerungen verbindet: "In der damaligen Städtischen Oper habe ich Anfang der 50er Jahre meine ersten Opern erlebt, meinen ersten ,Tristan' und meinen ersten ,Ring' gesehen. Das Theater des Westens hat in mir die Leidenschaft für Theater und Oper geweckt. Fast jede Woche bin ich damals als Schüler hierher gekommen und habe mir die Stücke angeschaut, im zweiten Rang, auf den günstigsten Plätzen.", so Kupfer.

Harry Kupfer inszeniert noch bis Ende November an der polnischen Nationaloper im Teatr Wielki in Warschau, bevor die Auditions und Proben für "Elisabeth" beginnen: "Ich bin sehr gespannt auf die Arbeit am Theater des Westens. ,Elisabeth' in Berlin und in diesem Haus zu inszenieren ist eine spannende Aufgabe, auf die ich mich schon jetzt sehr freue."

Die Premiere im Theater des Westens ist der Auftakt zu einer großen Spielserie, die "Elisabeth" zu weiteren Spielorten in Deutschland und in der Schweiz führen wird. Für Berlin ist eine Spielzeit bis Mitte August 2008 vorgesehen. Die Auditions finden im Dezember statt.

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