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TdV Aktuell 22.11.2017 - 01:57
 
26.12.2002 TITANIC - DAS MUSICAL - 17 Tage nach der Jungfernfahrt!
Run auf die Tickets und schon das erste Jubiläum on stage


















Die Stage Holding hat es geschafft, und wie im Juli versprochen den engen Zeitplan gehalten und mit TITANIC – DAS MUSICAL am 08.12.2002 die letzte große Produktion des Jahres 2002 vom Stapel gelassen. Für uns Grund genug auch dieses Stück, über das ja im Vorfeld recht kontrovers diskutiert wurde, einmal für die Besucher dieser Seite anzuschauen.

Bereits die Neue Flora selber birgt Überraschungen. Ein Totalumbau, der wirklich nur als gelungen bezeichnet werden kann. Schon von außen ist die Flora auf Ozeandampfer gestylt. Die nächsten Highlights warten dann im Foyer. Komplett umgebaut und richtig einladend wirken die hellen Wände und der rot-dominante Teppich. Bars, die so ausreichend dimensioniert sind, dass auch in den Pausen der Ansturm zügig bedient werden kann, machen einfach nur Spaß. Ein Restaurant und eine Bar runden das Angebot an den Besucher ab und das knisternde Kaminfeuer macht auch nach der Show noch Lust auf ein verweilen, bevor es wieder an die raue Hamburger Luft geht.

Wie setzt man einen Stoff wie den Untergang der TITANIC so um, dass er Musicaltauglich ist? Die Gratwanderung besteht genau darin, der Story aber auch den einzelnen Charakteren den notwendigen Raum zu lassen um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Wohl auch deshalb galt dieser Stoff vor seiner Premiere als nicht umsetzbar. 5 Tony Awards und mehr als 800 Vorstellungen später war hiervon nicht mehr die Rede.

Vom auf fast 2.000 Plätze erweiterten Zuschauerraum blickt das Publikum auf die Bühne, deren Vorhang, ebenso wie das imposante Bühnenportal sehr gelungen als stählerne Schiffswand gehalten ist.

Der erste Akt spielt sich überwiegend im Hafen von Southhampton ab, denn noch sind Passagiere und Besatzung nicht an Bord und so wird dem Publikum nach und nach das Publikum der verschiedenen Klassen und die Besatzung vorgestellt. Während die TITANIC noch mit eindrucksvollen Mengen an Verpflegung beladen wird, kann man schon einmal das erste Zusammentreffen von Besatzungsmitgliedern wie Ausguck Frederick Fleet, dem Heizer Frederick Barett und dem Funker Harold Bride erleben, nur einigen der tragenden Figuren des Stücks. Da sind die Passagiere der dritten Klasse, die vom besseren Leben in Amerika träumen. Kate Mc Gowan und Ihre beiden vornamensgleichen Freundinnen zum Beispiel. Unter den Passagieren der zweiten Klasse haben wir mit Alice Beane die typische Klatschante, deren größte Erfüllung es ist, den Prominenten und reichen dieser Welt ganz nah zu sein. Ihr ist es dann auch zu verdanken, dass die Prominenten der Ersten Klasse mit nahezu kompletter Vita dem Publikum schon bald bekannt sind.

Nun aber Besucher von Bord und schon heißt es „Gute Fahrt! Bis zur Wiederkehr!“ Die gerade erst an Bord gekommenen Passagiere und Besatzungsmitglieder erscheinen nun nach dem auslaufen fast schon vertraut. Beeindruckend das Bühnenbild, das fließend auf 3 Decks spielt. Das Schiff ist auf See und es ist der Ehrgeiz des Schiffseigners Ismay, früher in New York anzukommen, als dies je zuvor gelang. Ausführendes Organ hierbei natürlich Kapitän Smith, der nach anfänglichem Zögern ob des Drucks von Ismay und den Bestätigungen von Konstrukteur Andrews die Geschwindigkeit immer wieder erhöht.

Zwei Tage später – es ist Nacht. Aus dem Bühnenportal senkt sich der Ausguck hoch über die Bühne. „Kein Mond, Kein Wind, keine Spur von Licht....“ so sinniert Frederick Fleet im Ausguck. Bis es dann heißt: Eisberg direkt voraus! Das nun folgende eindrucksvolle und vibrierende Grollen, das im ganzen Theater spürbar ist, lässt nur erahnen, welche Tragödie sich im zweiten Akt fortsetzen wird.

Wenig Verständnis herrscht bei den Passagieren des als unsinkbar geltenden Schiffs, dass sie nächstens aus dem Schlaf gerissen werden und im Salon antreten sollen. Schon bald wird klar, dass die TITANIC verloren ist. Frauen und Kinder zuerst – so die internationale Regel auf jedem Schiff. Schlussendlich sind es weniger als 700 Menschen, die sich von Bord der TITANIC retten können – unter ihnen befindet sich Schiffseigner Bruce Ismay! Am 15. Oktober 1912 um 02:20 Uhr versinkt die TITANIC mit rund 1.500 Menschen im Atlantik. Die Carpathia war das erste Schiff, welches an der Unglücksstelle angekommen war und Passagiere der TITANIC aufnahm. An Deck eben dieses Schiffes spielt dann auch das wirklich eindrucksvolle Finale dieser Produktion.

TITANIC – eingangs stellten wir uns die Frage wie man diesen schwierigen Stoff musicalgerecht umsetzt. Mittlerweile meinen wir das Geheimnis zu kennen: So und nicht anders. Mit TITANIC hat Hamburg ein wirklich großes Musical bekommen. Eine wirklich hervorragende Cast und ein ebensolches Orchester sorgen dafür, dass von der ersten bis zur letzten Minute nur höchste Qualität auf der Bühne zu sehen und zu hören ist. TITANIC ist ein Ensemblestück und geschickt versteht man es, auch die Hauptrollen nie soweit in den Vordergrund dringen zu lassen, dass der Gedanke des Ensemblestücks verdrängt wird. Dies alles kombiniert mit der wohl technisch aufwendigsten Bühne, die ein Theater in Deutschland jemals hatte. Hamburg hat TITANIC und kann stolz sein auf eine Produktion, die in unseren Augen derzeit zur absoluten Spitzenklasse dessen gehört, was in diesem Musicalland geboten wird. Mehr als 150.000 bisher verkaufte Tickets sprechen da eine deutliche Sprache.

Gerade einmal 17 Tage nach der Premiere konnte TITANIC bereits mit dem ersten Jubiläum aufwarten. Michael Flöth (Foto links), im Stück Kapitän Edward J. Smith, musste zwar am ersten Weihnachtsfeiertag genau wie seine Kollegen auf der Bühne stehen. Dies tat er aber mit Sicherheit gerne, denn an diesem Tag feierte er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Am 25. Dezember 1972 startete Michael Flöth seine Profikarriere nur wenige hundert Meter entfernt von dem Ort, wo heute die Neue Flora steht. Im Operettenhaus stand der junge Gesangsstudent als Gustl an der Seite von Rudolf Schock in der Operette „Das Land des Lächelns“. Neben unzähligen Rollen im Bereich Oper und Operette, Schauspiel und Musical ist Michael Flöth Dozent am für Gesang und szenische Darstellung am Dr. Hochs-Konservatorium in Frankfurt. (Hier studierte auch Aleks di Capri).

Eine Erfolgsgarantie für ein Musical gibt es hierzulande genauso wenig wie am Broadway. TITANIC hat jedoch das notwendige Rüstzeug und es ist zu wünschen, dass dieses Stück Hamburg lange erhalten bleibt. Im Stück heißt es „Leg ab TITANIC! Nimm das Glück mit an Bord! Alle Leinen los, und in deinem Schoß trägst du mich warm und sicher fort...“ Genau dieses Glück wünschen wir der RMS TITANIC und der kompletten Besatzung in ihrem maritimen Hamburger Heimathafen.

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