Übersicht


TdV Aktuell 18.11.2017 - 10:19
 
14.02.2001 Krolocks Erbe - TdV einmal anders



















Nach guter alter Tradition werden auf der Bühne der Musical Hall einmal im Jahr die Rollen getauscht und das Team des Hinterhauses spielt für Cast und Freunde, die sich dann in die Zuschauerrolle vesetzt fühlen dürfen. So war es auch letzten Sonntag, als auf der Bühne der Musical Hall "Krolocks Erbe (...morgen sind wir wieder brav)" unter der Regie von Maryanne Kelly-Asci und Andrew Hunt und der musikalischen Leitung von Charles Fornara gegeben wurde. Idee, Story und Liedtexte lagen bei Marc Gremm, der im Hinterhaus in der Bühnen- und Maschinentechnik arbeitet. Marc hat an diesem Abend übrigens auch noch den Part des Krolock übernommen.

Mit dem Beginn des Stücks ging es für die Zuschauer an dem Punkt weiter, an dem sich der Saal in der Regel leert. Wer glaubt, dass mit dem Titel "Tanz der Vampire" alles vorbei ist, der irrt gewaltig – Jahre später: Professor Abronsius ist immer noch auf der Suche nach Alfred, der seit jener Nacht verschollen ist und bei den Krolocks im Schloß lebt. Auch Krolock wird nicht jünger und denkt über den Ruhestand nach – Alfred soll sein Nachfolger werden. Aus diesen Basics entsprang eine ebenso fesselnde wie komische Persiflage auf den Tanz der Vampire.

Ein Toilettenbecken auf der Bühne und ein Alfred, der auf dem Klo sitzend Hochglanzmagazine studiert, sprechen schon für sich. Ein die Wendeltreppe herunter schreitender Herbert, der beim Anblick der sehr spärlich bekleideten und gut gebauten Männer in der Ahnengalerie spontan ein Männer, Männer (statt Bücher) anstimmt, ließ die Stimmung noch weiter steigen. Als dann bei "Du bist wirklich sehr nett" auch noch Herbert und Alfred die Rollen tauschen, war der Saal nicht mehr zu halten.

Als Special Guest stürmte dann Polanski (verkörpert von Fritz Schmid – dem einzigen "Nicht-Laienschauspieler" an diesem Abend) auf die Bühne und zeigte Herbert, wie er denn nun am besten den Pfahl in Herbert hereinbringt – als Rat an alle gab er dann noch mit auf den Weg, sich nicht so sehr auf die Musik seines hochgeschätzten Kollegen Steinman zu konzentrieren, sondern vielmehr mehr Hingabe in das Schauspiel zu stecken – wieder einmal kochte die Stimmung im Saal hoch. Genauso muss Polanski auch während der Proben zu TdV agiert haben.

Nach dem Finale gab es Standing Ovations für die Mitarbeiter, die wirklich alles gegeben haben – und sie haben es sehr, sehr gut gemacht – es war eine wahre Freude. Nach der Show gab es eine Party im Vorderhaus und bis in den frühen Morgen wurde ausgelassen gefeiert. Allen Mitarbeitern, die an diesem Abend mitgewirkt haben – große Anerkennung und vielen Dank für einen wunderschönen Abend.

Seitenanfang